congeniality - I - diminutive

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Eine winzig kleine Blume von irgendeinem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels
- das alles verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist.

Tertullian, um 160 - um 220

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Wunsch

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Laß den Himmel sich auf der Erde widerspiegeln, auf daß die Erde zum Himmel werden möge.

Dschelal ed-Din Rumi, 1207 - 1273
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solch goldenes Abendlicht versöhnt mit jedem kalten Regentag mitten im Juli ...


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Bamboo - IV + V - abstracts - abc

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Wer Bambus malen will, muß ihn im Herzen tragen

Aus China





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b - für Bambus - mehr b gibt es: hier



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offene Türen

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Die Augen sind der Liebe Tür.

William Shakespeare




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mehr Blumen und Blüten weltweit gibt es: hier

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nutzen

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Wenn man mit Flügeln geboren wird, sollte man alles dazu tun,
sie zum Fliegen zu benutzen.


Florence Nightingale, 1820 - 1910


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small pleasures - attention

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Zen hat das Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit selbst zu sammeln und nicht auf unsere intellektuellen oder emotionalen Reaktionen auf die Wirklichkeit. Und Wirklichkeit ist das stets Wachsende und sich Wandelnde und nicht zu Definierende, das wir Leben nennen und das nie auch nur einen Augenblick stehen bleibt, damit wir es in ein System von Kategorien und Ideen zwängen können.


Aus dem Zen-Buddhismus 

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zeitlos

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Auf dem Rücken der Zeit,
auf den lichten Schultern der Wellen
reiten Zeitgesellen
- steigen und fallen -
ewiger Zukunft bereit.

Rudolf Georg Binding, 1867 - 1938

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Flechtwerk

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Die Vereinigung selbst von schwachen Dingen, kann kräftig werden, einen Zweck zu bewirken; mit gebrechlichem Stroh, zu einem Strick verflochten, kann man einen wütenden Elefanten binden.


Aus Indien


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lago di como - arte - riflessione - anelito

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Alle künstlerische Darstellung hält euch einen Spiegel vor;
was ihr darin sehet, dabei denkt und fühlt, ist eure Sache.

Johann Jakob Mohr, 1824 - 1886

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Die Wehmut ist der Spiegel des Glücks.

Bettina von Arnim, 1785 - 1859




weitere weltweite Reflektionen gibt es: hier 

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sichtbar machen

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Eines ist nur wahr neben dem anderen, und ich denke immer, die Welt ist geräumig genug vorgesehen, um alles zu erfassen: das, was war, muß nicht von der Stelle geräumt, nur langsam verwandelt werden, so wie das, was sein wird, nicht von den Himmeln fällt im letzten Augenblick, sondern immer schon neben uns, um uns und in unserem Herzen sich aufhält, auf den Wink wartend, der es ins Sichtbare ruft.


Rainer Maria Rilke

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Rosen und Dichter VII

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Ein Rosenzweig

Im Süden war's. Zur Nachtzeit. Eine Gasse.
Ich trat aus deinem Haus und schloß das Tor
und wandte noch einmal den Blick empor:
da flog ein Zweig aus deinem Dachgelasse

und fiel aufs Pflaster, – daß ich rasch mich bückte
und deinen Hauch noch warm vom Munde nahm
der schweren Rosen, deren Gruß den Gram
der kurzen Trennung duftend überbrückte.



Christian Morgenstern, 1871 - 1914

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Wasser, Schatten und Erfrischung III

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Laß deinen Geist still werden wie einen Teich im Wald. Er soll klar werden, wie Wasser, das von den Bergen fließt. Laß trübes Wasser zur Ruhe kommen, dann wird es klar werden, und laß deine schweifenden Gedanken und Wünsche zur Ruhe kommen.

Buddha, 560 - 480 v. Chr.

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golden air

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Juli

Brütend über Ährenfeldern
Liegt der Sonne goldner Glast,
Und am kühlen Weiher träumend
Hält die sieb'nte Schwester Rast.

Sinnend blicken ihre Augen
In die unbewegte Flut,
Mit dem Fächer kühlt sie leise
Ihrer Wangen heiße Glut.

Leer sind ihre schlanken Hände,
All ihr Reichtum ausgestreut,
Und sie harrt des Erntesegens,
Den das Jahr der Menschheit beut.

Auf den Wiesen klingt die Sichel,
Aller Blumen Pracht vergeht,
Wenn Natur mit ihren Früchten
Auf dem Höhepunkte steht.

Ruhvoll reift das Gold der Felder,
Mutter Erdes größter Schatz;
Und der Juli macht der Schwester
Mit der blanken Sichel Platz.




Verfasser unbekannt -
Quelle: »Goldene Garben. Ein Brevier für Frauen und Jungfrauen», 1907


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mehr persönliche Plätze weltweit gibt es: hier

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Rosen und Dichter VI

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/Die Rose ist längst dein .../
sagst du

... ich weiß
sie übersommert nur

zwischen vorgeschriebner
Zeilenzeit und Küssen

in Fraktur /wächst Zärtlichkeit/
entdornt und rotgepresst
wenn sich die Nacht entblättert

entfächert sich ein ferner Duft
und du, Gedunkelte, erscheinst





mit freundlicher Genehmigung der Autorin © Monika Kafka  



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Bamboo - III - abstracts

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Zähl die Freunde, die ich habe:
Kiefer, Bambus, Stein und Wasser.
Mond, auch du bist mein Gefährte,
leuchtend überm Ostgebirg.
Sag, wie sollt ich mehr mir wünschen,
sind nicht diese fünf genug?


Yun Son-Do, 1587 - 1671


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Rosen und Dichter V

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Rosengedicht

Die Rose hab ich mit ins Bett genommen.
Was soll sie im Glas langsam welken -
überall sollt man ein Heiligtum der Natur mit herumtragen,
das frei macht vom Bösen,
wer kann in Gegenwart einer Rose nicht mit edlen Gedanken gefüllt sein.
Ich hab`s lieb, das Röschen, mit dem ich geschlafen hab, -
es war matt, nun hab ich`s ins Wasser gestellt, es erholt sich.

Bettina von Arnim, 1785-1859







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der Name dieser Rose ist Gertrude Jekyll, sie ist eine Englische Rose gezüchtet von David Austin (1986) und gilt als eine seiner besten Züchtungen. Die Blüten sind zuerst perfekt gewickelte kleine Knospen, die sich ganz überraschend in recht große rosettenförmige Blüten in schöner Alte-Rosen-Form und satter Rosafärbung entfalten. Die Pflanze ist von hohem kräftigen Wuchs, wodurch sie sich gut für die hintere Rabattenreihe eignet. Ihr wundervoller Duft Alter Rosen ist besonders ausgewogen. Der Inbegriff des Rosenduftes. Sie wurde ausgewählt um die erste Rosenessenz seit 250 Jahren in England herzustellen.


noch mehr Blumen rund um die Welt gibt es hier: Today's Flowers 
und macro flower pictures



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vom Reisen, Himmel, weißen Kirchen und dem Meer

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Das Reisen ist auch solch ein Element, das sich jeder Definition entzieht. 
Wie schnell ist man weit vom gestrigen Tag...


Hugo von Hofmannsthal




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noch mehr Himmel gibt es hier: Skywatch Friday 


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bamboo II - abstracts

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An jeder Sache etwas zu sehen, suchen,
was noch niemand gesehen und woran noch niemand gedacht hat.


Georg Christoph Lichtenberg, 1742 - 1799

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die bamboo Serie ist auch am Lago di Como, im Park der Villa Charlotta, Tremezzo entstanden (im Juni 2010).

Nur schwer kann man sich dem besonderen Zauber dieser riesigen Gräser entziehen und an einem heißen Tag, ist es ein besonders kühler und geheimnisvoll schattiger Ort mit völlig neuen Perspektiven ...


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bamboo - I - abstracts

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Die Seele nährt sich vom dem,
an dem sie sich erfreut.

Aurelius Augustinus


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lago di como - arte

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Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe,
aus ein paar sonnenhellen Tagen
sich soviel Licht ins Herz zu tragen,
daß, wenn der Sommer längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht.


Johann Wolfgang von Goethe


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eines der schönste Ausflugsziele am Comersee ist die Villa Carlotta in Tremezzo.



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Rosen und Dichter IV

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Bild der Rose

Die Welt umfasset nicht das Bild der Rose,
Die Phantasie umfasset nicht die Rose.
Vom Seelengarten Botin ist die Rose,
Und Inbegriff der Schönheit ist die Rose.

Dschalaluddin Rumi - Osmanischer Dichter, 1207-1273

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The Pilgrim - ist eine englische Rose von David Austin 1991 eingeführt, von einzigartiger Schönheit und Eleganz.  Sie ist eine meiner Lieblingsrosen im Garten; ein wunderbar duftender Blickfang und auch in der Vase eine äußerst haltbare und barocke Schönheit.



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Hochsee, Helgoland und Heinrich Heine

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Daß du mich liebst, das wußt' ich

Daß du mich liebst, das wußt' ich,
Ich hatt' es längst entdeckt.
Doch als du mir's gestanden,
Hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge
Und jubelte und sang:
Ich ging ans Meer und weinte
Beim Sonnenuntergang.

Mein Herz ist wie die Sonne
So flammend anzusehn,
Und in ein Meer von Liebe
Versinkt es groß und schön.


Heinrich Heine, 1797 - 1856




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Rosen und Dichter III

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Time of Roses

It was not in the Winter
Our loving lot was cast;
It was the time of roses—
We pluck'd them as we pass'd!

That churlish season never frown'd
On early lovers yet:
O no—the world was newly crown'd
With flowers when first we met!

'Twas twilight, and I bade you go,
But still you held me fast;
It was the time of roses—
We pluck'd them as we pass'd!

by Thomas Hood, 1799 - 1845





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Sterne

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In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks.

Heinrich Heine





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roter Abend

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Ich habe dich gemacht,
den roten Abend gebe ich dir.


Indianische Weisheit

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noch mehr Himmel weltweit: Skywatch Friday 


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Rosen und Dichter II

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Die Nachtigall

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Kind;
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.



Theodor Storm, 1817 - 1888




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