Novemberstrand XIV - Liebe

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"Denn steinerne Grenzen können Liebe nicht fernhalten, und was Liebe kann, das wagt Liebe zu versuchen." (Romeo) "Meine Freigibigkeit ist so grenzenlos wie das Meer, meine Liebe so tief. Je mehr ich dir gebe, desto mehr habe ich, denn beide sind unendlich." (Julia)

William Shakespeare, 1564 - 1616


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Novemberstrand XI - Gerade

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Gerade auf diesem Lebenswege, wo du alles fahren läßt, was doch sonst die Menschen reizt, Ehre, Reichtum, Wohlleben, gerade auf diesem Wege wirst du um so gewisser etwas anderes finden, das doch mehr wert ist als das alles – Liebe. Denn wo es sonst noch andere Genüsse gibt, da teilt sich das Herz, aber wo es nichts gibt als Liebe, da öffnet sich ihr das ganze Wesen, da umfaßt es ihr ganzes Glück, da werden alle ihre unendlichen Genüsse erschöpft.



Heinrich von Kleist, 1777 - 1811


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Novemberstrand X

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Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche dringt, tut es auf eigene Gefahr. Wer dem Symbol nachgeht, tut es auf eigene Gefahr. In Wahrheit spiegelt die Kunst den Betrachter und nicht das Leben.

Oscar Wilde




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Novembstrand IX

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Kannst dich nicht versenken?
Läßt dich Welt nicht leer?
Kannst dich nicht entlenken
All der Dinge Meer?

Ist in Dem zu ruhen,
Draus dein Wesen sprang,
Deinen Wanderschuhen
Gar kein lieber Gang? –

Wenn der Tag beschlossen,
Sei, mein Geist, versenkt,
Sei, mein Herz, ergossen
In den, der dich denkt.


Christian Morgenstern

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Novemberstrand VIII

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Auf den Wassern ruht das Licht.
Wo die hellen Segel stehn
Unverrückbar, fern sich lösend,
Segelt Sehnsucht still ins Blaue.

Rings kein Vogel in den Lüften.
Ruh der Winde. Ruh der Tiefe.
Einer Seele Ruhe. Mittag
Auch im Fernsten. Ruh der Liebe.

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Rudolf Georg Binding




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- the beach at St. Peter-Ording, North Frisia in Schleswig-Holstein, Germany


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Novemberstrand VI

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Logik ist der Versuch, nach einem von uns gesetzten Seins-Schema
die wirkliche Welt berechenbar zu machen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche
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Novemberstrand IV

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Das Schöne ist nie ein Erfahrungsbegriff,
sondern vielmehr ein Imperativ.


Johann Christoph Friedrich von Schiller





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Novemberstrand III - leise Töne

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Nur die Töne sind imstande, die Gedankenrätsel zu lösen, die oft in unserer Seele geweckt werden.



Hans Christian Andersen





- Strand bei St. Peter-Ording,  Nordfriesland in Schleswig-Holstein, Deutschland 




viele weitere persönliche Plätze weltweit gibt es: hier und mehr Ruhe am Wasser gibt es: hier

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Novemberstrand II - pause

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Ohne die Ruhe verliert die Liebe alle Kraft ihrer Wahrheit und ihres Segens.

Johann Heinrich Pestalozzi, 1746 - 1827




mehr Pause: hier


- Strand bei St. Peter-Ording,  Nordfriesland in Schleswig-Holstein, Deutschland


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Novemberstrand I

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Am Meer

Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern,
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Keine Frage
von Menschenlippen
fordert Antwort.
Keine Rede
noch Gegenrede
macht dich gemein.
Nur mit Himmel und Erde
hältst du
einsame Zwiesprach.
Und am liebsten
befreist du
dein stilles Glück,
dein stilles Weh
in wortlosen Liedern.

Wie ist dir nun,
meine Seele? Von allen Märkten
des Lebens fern
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Christian Morgenstern





- Strand bei St. Peter-Ording, Nordfriesland in Schleswig-Holstein, Deutschland


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Nebelwald XVI






Auch wer um die halbe Welt reist,
um das Schöne zu suchen,
findet es nur, wenn
er es in sich trägt.


Ralph Waldo Emerson

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Nebelwald XV

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...alles, und jedes Blatt am Strauch und jede
Schwingung der Luft, war so voll Beziehung,
war so weckend, erinnernd, erregend, führte
mich in`s eigene Innere und darin zurück bis
ins Gestaltlose - für Augenblicke begriff ich,
dass Worte des Mythos wie Chaos und
Schöpfung, Worte der Vernunft wie Vorzeit
und Entwicklung im Grunde nicht ein
Nacheinander meinten, sondern ein Zugleich
und Ineinander. Urwelt war nicht älter als
Heute, war nicht gewesen: Urwelt und Heute
waren zugleich.


Herrmann Hesse

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Nebelwald XIV

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Der Schöpfer schläft im Stein, atmet in der Pflanze,
träumt im Tier und erwacht im Menschen.



Aus dem Orient, um 3000 v. Chr.


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Nebelwald XIII

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Die Sehnsucht wird uns als Bestes mitgegeben. Nur so viel, als wir uns sehnen, so viel kann uns Erfüllung werden. Wer sich nicht sehnt, kann nicht mehr wachsen.


Joseph Kühnel




dedicated to marty -  la berlinoise
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Nebelwald XII

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Lass rauschen, immer rauschen!

Nun wird so braun und falbe
Das schöne Sommerlaub;
Schon rauscht es von den Bäumen
Und ist der Winde Raub.

Bald fällt durch kahle Reiser
Der kalte Schnee herab;
Der Wald ist öd' und traurig,
Die Erde wie ein Grab.

Schon sind mit dürrem Laube
Die Pfad' im Wald bestreut,
Als sollten wir nicht wandeln,
Wo wir uns jüngst gefreut.

Lass rauschen, immer rauschen!
Die Hoffnung bleibt besteh'n,
Die Hoffnung auf den Frühling,
Die kann kein Wind verweh'n.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874




...dieses ist das (vorerst) letzte Bild der Nebelwald Serie. Ich möchte nicht, dass Verdruss oder Langeweile aufkommen und es wird noch andere Gelegenheiten zum posten der restlichen Bilder der Serie geben.
Ich danke Euch für die vielen überaus liebenswürdigen und zusprechenden Kommentare, die mir sehr, sehr viel Freude bereitet haben.

Bleibt mir gewogen liebe Freunde!!!  Küsse :)))
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Nebelwald XI

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Die Natur hat leicht verschwenden;
auch das scheinbar ganz nutzlos
Verstreute fällt zuletzt
doch in ihren Schoss.


Marie von Ebner-Eschenbach

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